Brennt Reetdachhaus in Sieverstedt (Kreis SL)

In Sieverstedt (Kreis Schleswig-Flensburg) brennt zur Zeit 1 Reetdachhaus in der Flensburger Straße.

Die Wasserversorung wurde bisher mit 2 Hydranten und 2 Leitungen zum nahegelegenen Karpfenteich sichergestellt.

Mehrere Feuerwehren aus dem Umkreis und die Berufsfeurwehr Flensburg mit der Drehleiter sind im Einsatz. Der Wasserstrahl von der Drehleiter machte zwischenzeitlich den Eindruck das Wasser reiche nicht aus. Der Einsatz dauert an.

Pressemeldung der Leitstelle Nord (17:54)

Leider machte mein Akku schlapp, deshalb nur Fotos vom IPhone 3G.

Folgende Wehren sind im Einsatz (soweit gesehen):

- Översee-Frörup (TLF 8/18 und TSF)

- Großsolt (LF 10/6)

- Keelbek (TSF-W)

- Tarp (ELW 1, RW 1, LF 16)

- Süderschmedeby (TSF-W)

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An der Kreuzung von L 193 und Flensburger Straße

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Status 5: 23.06.2010

- Mit über 1200 Fachwerkhäusern ist Quedlinburg (S-A) ins Weltkulturerbe eingetragen. Nun kam es dort zu einem Brand bei dem 2 Häuser zerstört und mehrere beschädigt wurden. Das THW musste abstützen. Es handelte sich wohl um Brandstiftung, das Feuer ging von einem Sperrmüllhaufen vor dem Haus aus. Mz-Web, MDR, RBB (Video), ASP SachsenFeuerwehr Quedlinburg, THW-Landesverband,

- In Ditzingen (BW) drohte nach dem Abriss eines Hauses das Nachbarhaus einzustürzen. Die Feuerwehr musste mit Balken abstützen. Einsatzbericht, Feuerwehr Ditzingen

-Bei einem Feuer in Bohmte (NI) in einem Sozialwohnheim der Arbeiterwohlfahrt kamen 4 Menschen ums Leben. Das Feuer konnte sich in dem historischen Gebäude mit viel Holzverbau schnell ausbreiten. Osnabrücker Zeitung, Feuerwehr Bohmte (Fotos und Video), Kreisfeuerwehr Osnabrück, Nordwestmedia

- Die Feuerwehr Sterup-Grünholz konnte ein neues Gerätehaus einweihen. Der Bau war durch einen Motte (kein Tier sondern eine alte Ruine) verzögert worden. Auch wollte niemand Land verkaufen. shz.de, Feuerwehren-Wiki

- Die Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein ließ eine Litfasssäule auf ihrem Gelände von einer Schulklasse bemalen. lfs-sh.de

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Bin ich ein Gaffer ?

Als mir heute über Bildblog.de ein Artikel über eine Bildergalerie eines Busunfalles in Lohmar ins Auge fiel, war es an der Zeit diesen Artikel zu veröffentlichen.
Mehrere Male kam ich selber schon ins Grübeln wenn ich Fotos bei Einsätzen gemacht habe oder an einem Unfall vorbeikam, ob ich in dem Moment nicht auch zum “Gaffer” werde. Beim Unfall bei Hürup kam gleich ein Feuerwehrkamerad auf mich zu und fing an mich zu beschimpfen “was das denn soll”. Nur weil ich nach dem ersten Reporter ankam. Wo ist der Unterschied zu Portalen wie wiesbaden112 (siehe unten).

Doch was ist eigentlich ein Gaffer oder Schaulustiger ? Und wo ist die Grenze vom blossen Zuschauer zum Störer ?

Begriffsklärung

Der Duden beschreibt das Wort Gaffer als

Gaf|fer, der; -s, – (abwertend): jmd., der gaffend dasteht.”

Wikipedia erklärt es:

Der Begriff wird meist auf aktive Beobachter eines Unfalls, einer Naturkatastrophe oder einer Gewalttat angewandt, die als störend und hinderlich bei notwendigen Rettungsaktionen empfunden werden und dabei oft keinen Willen zur aktiven Hilfeleistung zeigen.”

Hier zeigt sich dass das Wort “Gaffer” eindeutig die negativen Aspekte betont, wobei “Schaulustiger” schon durch den Wortteil “lustig” eher das unschuldige Schauen hevorhebt. Doch leider ist es keinesfalls so dass Zuschauer unschuldig zuschauen.

Ursachen und Auswirkungen

Wer als Polizist, Feuerwehrmann oder Rettungsdienstler im Einsatz ist, weiß wie sensibel man auf Zuschauer reagiert, besonders auf Menschen die sich zu sehr der Einsatzstelle nähern oder sie gar behindern. Dies geschieht meistens jedoch nicht mit Absicht, sondern die Menschen sind fokussiert auf das Ereignis und nehmen um sich herum nichts mehr wahr.

Es ist reine Sensationsgier, das pure Interesse am Leid anderer, nur zu einem geringen Prozentsatz das wirkliche Interesse am Ablauf und der Technik selber. Durch einen Herdentrieb ziehen die Menschen auch mehr Zuschauer an.

Die Probleme die durch Gaffer verursacht werden sind kein Geheimnis:

  • Keine Rettungsgasse auf der Autobahn bilden
  • Langsamer fahren oder anhalten auf der Gegenfahrbahn um besser sehen zu können, dadurch neue Unfälle
  • Behindern von Einsatzfahrzeugen und Einsatzkräften in Straßen, auf Volksfesten
  • Unterlassung von Hilfe

Beispiel aus Schleswig-Holstein: Dabei ging es um eine schwer verletzte Frau, deren Auto brannte. Nach Angaben der Feuerwehr hatten LKW-Fahrer mit einem Feuerlöscher an Bord am Straßenrand gestanden und lediglich zugeschaut, obwohl die Einsatzkräfte sie zur Hilfe aufgefordert hatten. Sie verstarb später im Krankenhaus.

Laien oder Professionelle ?

Angestachelt wird das ganze auch noch von den Medien die inzwischen mit Prämien locken für das Erste, das Beste, das Blutigste Foto. Eine großes deutsches Boulevardblatt war dort Vorreiter mit ihren “Leserreportern“. Kaum ein Einsatz oder Ereignis wo keine Handykamera gezückt wird.

Neben den “Laien-Gaffern” gibt es natürlich noch die professionellen Reporter und Agenturen wie Nonstopnews, Geidis-TV, Wiebold-TV oder Zeitungsreporter die mit dem Leid anderer praktisch Geld verdienen.

Oder die “Feuerwehr-Reporter” wie zum Beispiel das Portal wiesbaden112.de oder ot112.de. Diese Seiten machen es ehrenamtlich und meistens nur wegen der Freude an der Sache (komischer Satz, aber trifft er es nicht gut ?).

Aber nimmt man als Mensch mit Feuerwehr/Hiorg-Hintergrund das wirklich anders war ? Sollte man nicht auch sehr selbstkritisch sein und sich im Zweifel sagen: “Ich würde zwar gerne schauen, aber ich fahre heute mal vorbei” ?

Natürlich wollen die Feuerwehren auch im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit und Einsatzdokumentation Bild- und Videomaterial haben, kann man so nicht auch Fehler aufdecken. Nur sollte man sich dabei vielleicht nicht auf externe Quellen verlassen sondern eigenes Material erstellen. Ganz vorbildlich geht hier die Berliner Feuerwehr vor, die ein eigenes Presseteam einsetzt.

Pressefreiheit ?!

Leider/ Gott sei Danke leben wir in einem Rechtsstaat und dort ist die Presse besonders geschützt. Und obwohl es den Feuerwehren zuwider ist, so dass Reporter oft nicht geduldet werden, dürfen sie nicht generell behindert werden. Dies wird oft durch abschirmen mit Tüchern, Decken oder dem weiträumigen Absperren versucht.

Im Moment des Unfalles handeln sie praktisch in öffentlichem Interesse und solange Persönlichkeits- und sonstige Rechts eingehalten werden ist Fotografieren und Filmen nicht zu verbieten.

Rechtslage

Neben dem Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung steht in einigen Feuerwehrgesetzen der Bundesländer auch explizit ein Paragraph über Behinderung im Einsatz. Hier werden Geld- und Haftstrafen bis zu einem Jahr angedroht, jedoch selten ausgesprochen da niemand gefasst wird. Die Einsatzkräfte haben besseres zu tun.

In Bayern geht man noch weiter: Hier haben die Einsatzkräfte sogar das Recht, falls keine Polizei vor Ort ist Platzverweise auszusprechen und Personen von der Einsatzstelle zu entfernen.

“Soweit Polizei nicht zur Verfügung steht, können Führungsdienstgrade der Feuerwehr oder von ihnen im Einzelfall beauftragte Mannschaftsdienstgrade das Betreten der Schadensstelle und ihrer Umgebung verbieten oder Personen von dort verweisen und die Schadensstelle und den Einsatzraum der Feuerwehr sperren, wenn sonst der Einsatz behindert würde. Unmittelbarer Zwang durch körperliche Gewalt und deren Hilfsmittel darf entsprechend den Art. 58, 61 Abs. 1, 2 und 3, Art. 64 Abs. 1 Sätze 1 und 2 sowie Abs. 3 Sätze 1 und 3 des Polizeiaufgabengesetzes angewendet werden (§ 25).

Fazit

Faktisch kann man gegen Zuschauer selten effektiv etwas tun und solange sie in ausreichendem Abstand zum Geschehen stehen stören sie mich persönlich auch nicht. Ich persönlich werde immer versuchen mit gebotenem Abstand zu agieren und im Zweifelsfall nicht hinzugehen.

Weitere interessante Artikel

Zuschauereffekt Wikipedia

www.automagzin.tv

stern.de Was schockt Gaffer?

süddeutsche.de “Das Leid anderer zu filmen, ist krank”

rettungsdienst.de

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Hotel in St. Peter Ording niedergebrannt, Millionenschaden

Foto: Uwe Schrader

Foto: Uwe Schrader

Der 19.04.2010 wird wohl in die Geschichte des Kreises Nordfrieslands eingehen.

Am frühen morgen um 6 Uhr bemerkten Mitarbeiter des Hotels “4 Jahreszeiten” in St. Peter Ording einen Brand im Müllager im Keller und informierten über den Notruf die Leitstelle Nord. Sofort wurde die Freiwillige Feuerwehr St. Peter Ording alarmiert die auch bereits nach 7 Minuten eintraf und mit den Löscharbeiten begann. Zur Unterstützung wurde die Freiwillige Feuerwehr Tating nachalarmiert.

Gegen 12 Uhr sind bereits 6 Wehren im Einsatz, unterstützt durch DRK Bereitschaften aus Tetenbüll, Tönning-Witzwort und der DLRG. Die Brandbekämpfung gestaltet sich durch starke Rauchentwicklung und unklare Brandausbreitung schwierig, so dass das Feuer nach und nach auch auf die nebenstehende Sporthalle übergreift.

Zwischenzeitlich müssen auch 20 Gäste des Hotels evakuiert werden, obwohl am Anfang noch keine Gefahr für diese bestand.

Um 16 Uhr sind 16 Wehren aus den Kreisen Nordfriesland und dem angrenzenden Kreis Dithmarschen eingesetzt. Trotzdem kann dem Feuer nicht beigekommen werden sodass die Einsatzleitung beschließt mit Baggern eine Schneise zu reissen. Eine Ausbreitung auf das Bettenhaus und ein Abbrennen der Sporthalle kann nun verhindert werden.

Das THW übernimmt das Ausleuchten der Einsatzstelle für die Arbeiten in den Abendstunden.

Unter Kontrolle ist der Brand gegen 17:15. Erst viel später kann “Feuer aus” gemeldet werden, denn immer wieder flammen Brandnester auf. Im nachhinein war dies der größte Brandeinsatz in der Nachkriegsgeschichte Nordfrieslands und der neuen Leitstelle Nord.

Die Brandursache ist bisher ungeklärt.

Insgesamt waren im Einsatz:

  • 19 Freiwillige Feuerwehren mit ca. 280 Mann aus den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen und der Stadt Schleswig
  • DRK aus aus Tetenbüll, Tönning und Witzwort sowie dem DLRG aus Sankt Peter-Ording
  • THW Tönning

Weitere Informationen:

Objekt bei Google Maps

shz.de

Kieler Nachrichten

Abschlussmeldung Leitstelle Nord

Historie der Pressemeldungen (pdf)

Feuerwehr der Woche: St. Peter Ording

Feuerwehr St. Peter Ording

Leitstelle Nord

Videos (Youtube): Video 1, Video 2, Video 3, Video 4

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Gettorf (SH): 2 Tote Rentner bei Zimmerbrand

(c 2009) Alle Rechte Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde

(c 2009) Alle Rechte Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde Foto: Bauer/Feuerwehr

Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)

Tragischer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Gettorf am späten Dienstagnachmittag: In einem Reihenhaus in der Bergstraße war aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Gettorf konnte zwei Personen aus der Brandwohnung leider nur noch tot bergen. Möglicherweise handelt es sich um die Bewohner, ein Ehepaar (60 und 65 Jahre). Die Identität steht jedoch noch nicht zweifelsfrei fest. Die Kripo Eckernförde hat die Ermittlungen am Brandort aufgenommen.

Fünf Minuten nach der Alarmierung war die Wehr Gettorf mit 40 Mann und fünf Fahrzeugen vor Ort. Zusätzlich stellte die FF Osdorf (nicht Hamburg-Osdorf !) Atemschutzgeräteträger.

Der Artikel der Pressemappe vom KFV Rendsburg Eckernförde

Feuerwehr Gettorf

Feuerwehr Osdorf

Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde

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