Dämmung: Brandgefährlich !

Worum geht es

Irgendwie wird gerade in den letzten Wochen eine Problematik präsent die eigentlich schon überfällig ist. Denn das Problem besteht bestimmt schon seit 20 Jahren oder solange wie es Mode geworden ist Häuser nachträglich von Außen zu dämmen.
Und zwar mit Dämmmaterial und als Deckschicht: Styropor® (Eigentlicher Stoffname Polystyrol) mit Putz.

Günstig und einfach nachzurüsten.

Nur wurde das Offensichtliche anscheinend nicht ausreichend berücksichtigt:

Styropor® und ähnliche Baustoffe sind leicht brennbar!

Was ist passiert bisher

Was so einleuchtend klingt ist anscheinend eine ganze Weile gutgegangen. Aber in letzter Zeit häufen sich die Einsätze.

-Berlin 2005: Zimmerbrand greift auf Fassade über, 1 Tote. Berliner Feuerwehr

-Delmenhorst (Niedersachsen) 2011 5 Wohnhäuser brennen teilweise. Einsatzbericht Feuerwehr Delmenhorst

-Mai 2012 Feuer in einer Tiefgarage in Polen. LiveLeak via Feuerwehr-Weblog

-Youtube-Video von einem Fassadenbrand Juni 2012 in Roubaix (Frankreich) der ein ganzes Hochhaus ergreift. Dailymotion

-Ein weiterer krasser Einsatz (Rauchentwicklung!!!) 29.05.2012 in Frankfurt am Main. Schön aufgearbeite.t Link zum Datenserver. Per Link runterladen, Einsatzbericht

-Ein Video vom Brandversuch des Hessisches Rundfunks in einer Materialprüfanstalt Youtube

Gefahren an der Einsatzstelle

  • Ausbreitung JA !
  • Angstreaktionen JA !
  • Atemgifte JA !
  • Atomare Gefahr Nein
  • Chemische Gefahr Jein –> Rauch
  • Einsturz/Absturz JA ! Eventuell Gebäudeteile, Gerüst etc.
  • Erkrankung JA ! Rauchgasintox
  • Elekrizität Nein
  • Explosion Nein

Taktische Gegenmaßnahmen

  • Schnell leistungsfähige Wasserversorgung aufbauen
  • Lieber großzügig Nachfordern (generell)
  • Bei höheren Gebäuden ausreichend Hubrettungsfahrzeuge anfordern
  • Massiven Löschangriff (eventuell mit Netzmittelbeimischung), Druckluftschaum falls vorhanden ?

Bauliche Gegenmaßnahmen

Hier ist darauf zu hoffen dass in Zukunft von der Genehmigungsseite des Vorbeugenden Brandschutzes “Brandriegel” pro Etage vorgeschrieben werden. Zum Beispiel Etagenweise Zwischenlagen aus dicker Mineralwolle die das Feuer auf die Etage  begrenzen hilft. Vielleicht werden auch andere Verfahren eingeführt.

Für die Bestandsbauten darf man nur hoffen dass entweder nachgerüstet wird oder nichts passiert…

Quellen außer den oben angegebenen:

-Spiegel-Online

-Wikipedia.org

-Feuerwehr-Forum.de 

Garagenbrand: Mit der Flex ins Gesicht

Bei einem Garagenbrand in Ringsberg (Kreis Schleswig-Flensburg) wurden die Feuerwehren Ringsberg und Munkbrarup alarmiert.

Beim Eintreffen stand eine Garage in Vollbrand. Den Wehren gelang es das Feuer zu löschen und dabei 2 Gasflaschen zu bergen.

Beim Abtrennen des Garagentores mit einer “Flex” (oder Trennschleifer ?) schlug diese zurück und traf den Kameraden an der Stirn. Knapp wurden die Augen verfehlt.

Die stark blutende Wunde wurde vom RTW, der in Bereitstellung mitalarmiert wurde, versorgt und der Kamerad ins Krankenhaus gebracht.

Hier zeigt sich dass meine persönliche Skepsis und Respekt immer angebracht sind. Kraftbetriebene rotierende Geräte sind nunmal unberechenbar. Man kann nur spekulieren ob der Kamerad sein Visier benutzte und die Verletztung trotzdem geschah oder wie so oft “achwas die zwei Schnitte mach ich schnell so, ich bin Handwerker!”…

Auf jeden Fall gute Besserung !

Link zum shz

Feuerwehr Ringsberg

Feuerwehr Munkbrarup

Status 5: KW 50/2010

Status 5 Bild

2 Tote im Bahnverkehr

Bei Arbeiten im Bahnbereich kam in Berlin 1 Bahnarbeiter ums Leben als er von einem Zug erfasst wurde. Er führte Auftauarbeiten im Weichenbereich durch. Sein Kollege wurde schwer verletzt. Berliner Feuerwehr

Bei Wunstorf (Niedersachsen) geschah ein identisches Unglück.. Hannover Reporter

Frieren im Zug

Wegen eines Oberleitungsschadens blieb eine Regionalexpress mit 500 Passagieren bei Tremsbüttel liegen. Kein Strom und Heizung im Zug. Die Bahn half erst nachdem Passagiere den Notruf wählten. shz.de

Einsatz für Galileo

Die Feuerwehr Gerichstetten half bei der Produktion für einen Beitrag von “Galileo”. Es ging um das Thema Durchzündungen. Mag man von Galileo halten was man will, es ist Abwechslung für die Feuerwehr und es sind interessante Bilder! Kreisfeuerwehrverband Neckar-Odenwald-Kreis

Schöner Jahresrückblick

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist ;) Gibt es leider noch viel zu wenig: Einen guten Jahresrückblick über das Jahr aus Feuerwehrsicht. Feuerwehr Oberkochen (Ostalbkreis/Baden-Württemberg)

Feuer auf Weihnachtsmarkt

Auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt brannte es in einer Bude. Gefahr drohte durch Gasflaschen. 2 Feuerwachen und 2 Freiwillige Feuerwehren griffen das Feuer von 2 Seiten an. Presssemeldung, FF Innenstadt, FF Padelügge-Buntekuh

Wohnungbrand in Groß

Aus einem normalen Wohnungsbrand entwickelte sich in Elmshorn ein ausgedehnter Dachstuhlbrand mit 13stündigem Feuerwehreinsatz. Insgesamt waren 173 Kräfte von Feuerwehr, THW, DRK  und Rettungsdienst im Einsatz. Pressemeldung, FF Elmshorn, THW Elmshorn,

Zum Schmunzeln ?

Ohne Worte Polizeibericht

Fahrzeuge

– Die FF Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg/SH) stellte ein neues MZF in Dienst. FF Schwarzenbek

– Die FF Bayreuth (Bayern) stellte eine DLA (K) 23/12 in Dienst. Fahrgestell und Leiterpark (mit Knick) stammen von Iveco Magirus. FF Bayreuth

– Die FF Rickling (Kreis Segeberg/SH) erhielt ergänzend zum Fuhrpark ein HLF 20/16. Pressemeldung, Fahrzeug (danke Kim H.)

Feuer auf Ostsee-Fähre Lisco Gloria

lisco-gloria_10102010

In der Nacht zu Samstag geriet die RoRo-Fähre Lisco Gloria, auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda (Litauen), in Brand.

Daten Lisco Gloria:

  • Heimathafen: Klaipeda (Litauen)
  • Baujahr: 2002
  • Länge: 199,4m
  • Besatzung: 32
  • Passagiere: 264
  • Ladevermögen: 2200m Stellfläche für Fahrzeuge

Quelle: Text und Bild wikipedia.org

Nach den ersten Erkenntnissen kam es zu einem Feuer einer Zugmaschine unter Deck, woraufhin der Tank explodierte. Die Löschversuche der Besatzung scheiterten und der Kapitän leitete gleich die Evakuierung ein. Dies geschah über Rettungsboote und Rettungsinseln.

Der Notruf der bei der DGzRS auflief wurde an das Havariekommando weitergeleitet das die Einsatzleitung übernahm und Brandbekämpfungseinheiten aus ganz Norddeutschland anforderte. Die ersten Kräfte konnten an Bord gehen und den Anker setzen um zu verhindern dass das Schiff abtreiben konnte.

Durch den starken Verkehr in diesem Bereich der Ostsee konnten alle Menschen schnell von anderen Schiffen aufgenommen und nach Kiel zur Versorgung gebracht werden. Neben Schiffen der DGzRS, der Küstenwache, Fähren und Frachtern war  auch der Notschlepper Ostsee “Baltic” vor Ort. Das ist übrigens gleich der erste große Einsatz des erst seit 2 Wochen (seit dem 24.09.10) einsatzbereiten Schiffes (gechartert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung). Sein Liegeplatz ist Warnemünde.

Im Marinehafen in Kiel wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

Hier ein Standbild des Verkehrsaufkommens bei der Rettung (danke an Prtrn)

Das Feuer selbst konnte aufgrund seiner Hitze nicht gelöscht werden und man musste sich darauf beschränken des Schiff zu kühlen. In das den Schiffskörper selber konnte nicht unbegrenzt Wasser eingebracht werden da das Wasser ja auch wieder heraus muss. Immerhin war die Brandeinwirkung so massiv, dass es 2 Löcher in die Aussenhaut des Schiffes geschmolzen hat.

Zwischenzeitlich hat Dänemark die Einsatzleitung übernommen, da das Schiff nun in dänischen Gewässern ankert. Inzwischen sind zusätzlich zu den Bergungsspezialisten die Feuerwehrkräfte von Smit Salvage eingetroffen, einer niederländischen Bergungsfirma, die von der Reederei DFDS den Bergungsauftrag erhalten hat.

Zur Vorbereitung der Bergung sollen Spezialisten an Bord gehen um das Löschwasser zu entfernen und letzte Brandnester zu löschen.

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