Gelting (SL): Neues Feuerwehr-Fahrzeug, aber noch Geldsorgen

Endlich ist die einmonatige Durststrecke bei der Freiwilligen Feuerwehr Gelting überwunden. Ein hochmodernes Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug des Typs HLF 20/16 steht wieder in der Garage des Feuerwehrhauses. Im Rekordtempo konnten das Amt Geltinger Bucht und die Gemeinde Gelting eine Neubeschaffung realisieren. Auf der fieberhaften Suche nach einer Ersatzbeschaffung für das nach einem Diebstahl am 25. Juli bei Lehbek zu Schrott gefahrene Vorgänger-Fahrzeug waren Kommunalpolitiker und die Feuerwehr-Spitze beim österreichischen Hersteller Rosenbauer in Luckenwalde fündig geworden. Gestern stellten Bürgermeister Uwe Linde, Gemeindewehrführer Bernd Kraack-Petersen und sein Stellvertreter Dirk Petersen das „gute Stück“ erstmals öffentlich zur Schau.

Es handelt sich um einen im vergangenen Jahr gebauten Vorführwagen, der bislang 11 000 Kilometer gelaufen ist.

Der Kaufpreis liegt mit 250 000 Euro erheblich unter dem Neuwagenwert (über 300 000 Euro). Nach wie vor klafft beim „Neukauf“ eine erhebliche Finanzierungslücke. Zur Überbrückung hat Amtsvorsteher Hans-Walter Jens den Kaufpreis aus der Amtskasse in Steinbergkirche nach Luckenwalde überwiesen.

Auf Anfrage sagte er gestern: „Wir mussten so schnell handeln, um in Ostangeln ein Vakuum zu beseitigen und wieder ein lebensrettendes Fahrzeug verfügbar zu haben.“

Dies bestätigte der Geltinger Bürgermeister: Insbesondere gelte es, bei Verkehrsunfällen auf der Nordstraße zwischen Gelting-Mole und Rabel rasch eingreifen zu können. In den zurückliegenden vier Wochen wären in solchen Fällen die Rettungsfahrzeuge aus Steinbergkirche und Kappeln eingesprungen. Zum Glück gab es in dieser Zeit keine schweren Verkehrsunfälle.

Die Finanzierung des Neufahrzeugs hängt noch immer an einem seidenen Faden. Denn noch steht nicht fest, ob der Kommunale Schadensausgleich, der wiederum bei großen Totalschäden rückversichert ist, die Restwertschätzung der Gutachter für das Unfallfahrzeug übernimmt, das zehn Jahre alt war und bei der Anschaffung 450 000 Mark gekostet hatte. Vom jungen Täter, der nach einem Brarupmarkt-Besuch das Altfahrzeug aus dem Geltinger Feuerwehrhaus entwendet und den Riesenschaden verursacht hatte, ist kein Cent zu holen. Ergo: Die Neuanschaffung muss mit Hilfe von Spenden und Geldern von der Solidargemeinschaft der zehn Kommunen des Altamtes Gelting mitfinanziert werden. Auf Amtsebene stehen diesbezüglich noch schwierige Verhandlungen bevor.

Der Spendentopf des Gemeinde Gelting für diesen Zweck ist mittlerweile auf rund 13 000 Euro angewachsen. Den Löwenanteil dieser Summe steuerte die Nord-Ostsee Sparkasse bei. Gestern Vormittag überreichte Vertriebsdirektor Jens Gieselmann einen 5000-Euro-Scheck an Bürgermeister und Wehrvorstand. Trotz alledem: Uwe Linde appellierte an alle Gönner des Brandschutzes und des Rettungswesens, ihre Spendenbereitschaft nicht einzustellen, sondern möglichst noch zu forcieren. Hier noch einmal das Spendenkonto: 29 000 069 bei der Nospa (BLZ: 217 5000 00).

Die offizielle Indienststellung diese neuen Flaggschiffs der Geltinger Amtsfeuerwehr soll dem Vernehmen nach erst dann erfolgen, wenn die Finanzierung endgültig in trockenen Tüchern ist.

Quelle: Flensburger Tageblatt / shz.de

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Harrislee: Grundstein für neues Gerätehaus in Harrislee – Niehuus

Die Planungen für eine Erweiterung des Gerätehauses der Ortswehr Niehuus laufen schon mehrere Jahre. Zunächst war eine Erweiterung des bisherigen Gerätehauses am Schloßberg geplant – doch die baurechtlichen Bestimmungen der Feuerwehr-Unfallkasse ließen sich dort nicht in die Baupläne integrieren. Also liefen die Planungen in Richtung eines Neubaus, dafür wurde gestern an der Niehuuser Straße der Grundstein gelegt.

Auf einem großzügigen Grundstück entsteht ein Gerätehaus nach modernsten Gesichtspunkten. Neben Schulungsraum, Sanitärräumen für Frauen und Männer sowie einer Teeküche und einer kleinen Gerätewerkstatt erhält das Gebäude auch Umkleiden sowie eine große Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen.

„Zur Zeit verfügt die Wehr Niehuus zwar nur über ein Fahrzeug – aber niemand weiß, wie sich die Wehr entwickelt, und wir wollen für die Zukunft gerüstet sein“, sagte Bürgermeister Wolfgang Buschmann, für den es die erste Grundsteinlegung für ein Feuerwehrgerätehaus in seiner Amtszeit war.

Auch auf die Energieeffizienz des neuen Feuerwehrhauses wurde großen Wert gelegt. Mit Wärmedämmung und einer Erderwärmung will die Gemeinde eine besonders positive Energiebilanz erreichen.

Bei aller Freude, die den Wehrmännern aufgrund des Ereignisses ins Gesicht geschrieben stand, müssen diese noch ein wenig Geduld haben: Denn die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Anfang des kommenden Jahres geplant.

Kurz nach der Einweihung des Niehuuser Gerätehauses wird Bürgermeister Buschmann vermutlich schon bald den nächsten Grundstein für ein Feuerwehrgerätehaus legen. Auch die Wehr Harrislee, die Anfang des Jahres mit der Wehr Harrisleefeld fusionierte, erhält ein größeres und modernes Gerätehaus.

Quelle Text: Flensburger Tageblatt / shz.de

Foto: Eigenes

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