Wie reagiert die Feuerwehr auf einen Terroranschlag?

Diese Frage hat die Feuerwehr Osnabrück mit einem recht ausführlichen Artikel auf Facebook beantwortet.

Sie erläutert darin die Abläufe nach einem außergewöhnlichen Großereignis, Weiterlesen ›

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Augmented Reality kann beim Verkehrsunfall helfen

Die Mercedes-Benz Rescue Assist App: Smarte Hilfe für Rettungskräfte

Mercedes-Benz Rescue Assist App im Einsatz;
© Daimler AG, Dies ist das unbearbeitete Originalbild

Die „Rescue Assist“-App hilft schon länger Feuerwehren die Rettungskarten von Mercedes-Benz PKW und Nutzfahrzeugen zeitnah auf mobilen Endgeräten aufzurufen.

Jetzt erfolgte eine weitere wichtige Verbesserung: Jedes Neufahrzeug von Mercedes-Benz, smart und Fuso hat nun einen QR-Code auf der B-Säule und im Tankdeckel. So können die Feuerwehren mit Tablet oder Smartphone sofort die passende Rettungskarte aufrufen. Und das sogar als Überlagerung („Augmented Reality„) über das echte Kamerabild oder als 3D-Modell! Nette Idee.

Verfügbar ist die App für iOS und Android in 24 Sprachen. Und ganz wichtig ist dass sie auch offline funktioniert!

Quelle: Daimler.com

Original-Pressemeldung:

Stuttgart – Die Rescue Assist App von Mercedes-Benz unterstützt Rettungskräfte am Unfallort. Über das Smartphone oder das Tablet ist damit ein schneller Zugriff auf Rettungskarten der verschiedenen Fahrzeuge möglich. Das neueste Update ermöglicht dreidimensionale Ansichten sowie Darstellungen in Augmented Reality.

In der weiterentwickelten App sind Rettungskarten aller Mercedes-Benz Pkw und Vans gespeichert, außerdem sämtliche Modelle von smart und einige Fuso-Varianten, der Nutzfahrzeugmarke von Daimler Trucks. Die auf den digitalen Rettungsdatenblättern hinterlegten Informationen sind für Rettungskräfte oftmals eine unerlässliche Quelle, um Passagiere schnell und sicher aus verunfallten Fahrzeugen retten zu können. Auf den Rettungskarten ist eine Übersicht der sicherheitsrelevanten Bauteile wie Airbags, Batterien und Kraftstoffleitungen enthalten. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sind zusätzlich alle Hochvoltkomponenten aufgeführt. Mit Hilfe der dreidimensionalen Ansichten erkennen Rettungskräfte noch schneller, wo sie beispielsweise eine Rettungsschere gefahrlos ansetzen können. Die 3D-Modelle können in der App frei gedreht und skaliert werden. Darstellungen in Augmented Reality bieten weitere Vorteile: Sämtliche Fahrzeugkomponenten werden fotorealistisch, überaus präzise und in weitgehender Überdeckung mit dem havarierten Fahrzeug abgebildet – ein großer Vorteil für die Einsatzkräfte am Unfallort.

Ein weiterer Nutzen der Mercedes-Benz Rescue Assist App besteht darin, dass kein Onlinezugang benötigt wird. Die App ist auch offline aktiv, so geht im Rettungsfall keine Zeit verloren. Jedes Neufahrzeug von Mercedes-Benz, smart und Fuso ist serienmäßig mit zwei QR-Codes ausgerüstet, gut sichtbar angebracht an den B-Säulen und auf der Innenseite des Tankdeckels. Sobald der QR-Code mit der Kamera des Smartphones oder Tablets gescannt wird, öffnet sich in der Rescue Assist App die jeweilige Rettungskarte. Besitzer älterer Fahrzeuge können den passenden QR-Code bei ihrem Mercedes-Benz Service-Partner kostenlos nachrüsten.

In der Rescue Assist App sind alle Mercedes-Benz Pkw ab Baujahr 1990 integriert, dazu kommen Mercedes-Benz Vans ab 1996 sowie sämtliche smart-Modelle ab Baujahr 1998. Die Nutzfahrzeuge Fuso Canter 467 ab Baujahr 2005 und Canter 468 ab 2013 zählen ebenso dazu. Die App wird ständig aktualisiert und ist in 24 Sprachen für iOS und Android-Geräte verfügbar. Der Download ist gratis.“

 

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Wirklich gefährlicher Gefahrgutunfall mit Feuer

Bei dem Großteil der Einsätze mit Gefahrgut ist die Gefahr nicht akut und Menschen (besonders Einsatzkräfte) werden nicht verletzt. Bei dem Einsatz gestern (27.4.2016) auf der A 10 machte das Gefahrgut seinem Namen alle Ehre. Das Szenario könnte aus einem Planspiel stammen:

  • Eine Zugmaschine mit Sattelauflieger hat einen Reifenplatzer, gerät auf die Gegenfahrbahn und kippt um
  • Sofort fängt das Fahrzeug Feuer
  • Es ist Gefahrgut an Bord, was aber erst im Lauf des Einsatzes (nach 2 Stunden) klar wird
  • Es werden giftige Dämpfe freigesetzt und 90 Einsatzkräfte müssen im Krankenhaus untersucht werden. Vier bleiben stationär.

Im Unterschied zum Planspiel sind viele Sachen hier nicht gut gelaufen bzw. dauerten lange (Das ist keine Kritik an Einsatzleitung/Einsatzkräften!):

  • Zitat rbb-online „Durch den Unfall war die Gefahrgutkennzeichnung nicht sichtbar; der Fahrer war zudem nicht ansprechbar und das Führerhaus stand bereits in Flammen.“
  • Es wurde also zwei Stunden ohne besondere Schutzausrüstung vorgegangen. Erst das Fax der Spedition machte auf die Gefahr aufmerksam
  • Erst nach 4 Stunden war der Gefahrgutexperte des Landes vor Ort
  • Beim Aufrichten von Zugmaschine und Auflieger brechen beide auch noch auseinander..
  • Die Polizisten bekommen erst am Abend die Anweisung ins Krankenhaus zu gehen

Nach und nach kommt raus: Der LKW hatte 3 Tonnen eines Gemisches von 7 Chemikalien an Bord, die auch noch gekühlt werden mussten. Unter anderem war das Kaliumhydrogendifluorid. Durch den Unfall und das Feuer kamen aber Reaktionen in Gang die Flourwasserstoff freisetzen, welcher beim einatmen tödlich sein kann.

Über 300 Einsatzkräfte waren bzw. sind teilweise (28.4.16 12:00) noch im Einsatz. Unter anderem wurde der LKW dekontaminiert und ein Teil der Fahrbahn muss wohl auch ausgetauscht werden.

Quellen und Links:

Karteikarte der „GESTIS“-Datenbank der BG

Wikipedia „Kaliumhydrogenfluorid“

Wikipedia „Flusssäure“

Wikipedia „Flourwasserstoff“

rbb-online „Brand des Gefahrgut-LKW“ (mit Karte und Video)

bz-online „Nach schwerem Unfall“

Videobeitrag des rbb-online (sehr zu empfehlen!)

 

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Die Londoner BOS haben geübt

Kraftwerkshalle mit U-Bahn Waggons für die Übung. Foto: Mit freundlicher Genehmigung der London Fire Brigade/Picture: With kind approval by London Fire Brigade

Kraftwerkshalle mit U-Bahn Waggons für die Übung.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung der London Fire Brigade/Picture: With kind approval by London Fire Brigade

„Exercise Unified Response“ so nannte sich die größte Übung der Londoner Feuerwehr (LFB= London Fire Brigade) zusammen mit den anderen Hilfsorganisationen in London. Das Ganze fand in einem alten Kraftwerk an der Themse statt und man hat keinen Aufwand gescheut, gerade passend zum 150jährigen Jubiläum der Londoner Feuerwehr.

In einer Halle wurden U-Bahn-Waggons quer übereinander gestapelt und mit Schutt umfüllt, mit Containern die Gänge einer U-Bahn Station simuliert und mehr als 1000 (!) Verletzte mit heftigen Verletzungen geschminkt. Die Eckdaten:

  • insgesamt 4 Tage Dauer
  • mehr als ein Jahr Planung
  • mehr als 1000 Verletztendarsteller
  • tausende Tonnen Schutt
  • sieben Tube Waggons
  • hunderte Einsatzkräfte der Londoner Feuerwehr, Rettungsdienste, USAR-Einheiten (auch aus Italien, Ungarn und Zypern), Luftrettung, usw. Außerdem auch eine Einheit für die Identifizierung von Leichen.

Ziele waren:

Quellen:

Übersichtseite der LFB (LFB)

Artikel zur Vorbereitung im November (LFB)

Seite mit Video der Vorbereitung der Ubahn-Waggons (LFB)

Fotogalerie auf Flickr (142 Bilder)

 

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Kein gutes Jahr für Autofahrer im Norden

Momentan ist es keine gute Zeit für Verkehrsteilnehmer im Bereich der Leitstelle Nord. Alleine um das Osterwochenende herum kam es zu fünf Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen (4 Tote, 9 Schwer- und 4 Leichtverletzte), darunter ein Flugzeugabsturz.

Und gerade wo ich diesen Artikel schreibe kommt über die Polizeimeldung der nächste schwere Unfall rein:

Zwei Tote, zwei Schwer- und ein Leichtverletzter bei einem VU 🙁

Meine Liste hier

Fahrt alle vorsichtig!!

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Twitter: spruettenhus

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